Friedensaktivist_Innen gesucht!

Begleitung von Menschenrechts-aktivistinnen

Seit November 2006 sind FriedensaktivistInnen von IPON  in verschiedenen Menschenrechtsprojekten in den Philippinen aktiv.

Durch Präsenz, Begleitung, Beobachtung, Informieren und Handeln wollen wir die Verletzungen der Menschenrechte unterbinden. Zum Einstiegsseminar anmelden.

Wann, Wo und Was?
Wir suchen Freiwillige, die ab Januar 2016 für sechs oder zwölf Monate als Menschenrechtsbeobachter_innen im Ausland aktiv werden wollen.

Das nächste Einstiegsseminar findet im Juli 2016 (01.-03.07.16) in Magdeburg statt.

In drei weiteren Seminaren werden die Freiwilligen auf ihren Einsatz vorbereitet. Bewerber_innen sollten mindestens 21 Jahre alt sein und sich durch gesellschaftpolitisches Engagement auszeichnen.

Interesse? Weiterführende Infos gibts auf unserer Website.

Einen spannenden O-Ton einer ehemaligen Menschenrechtsbeobachterin über Menschenrechtsbeobachtung gibt es im SWR-Radio Menschenrechtsbeobachtung auf den Philippinen, SWR2 (November 2015)

Sende bitte Deine Anmeldung mit dem Anmeldebogen an folgende Adresse: aktiv[ettt] ipon-philippines.org.

Wir freuen uns auf Dich!

Aktuelle Infos zur Menschenrechtsbeobachtung

Regelmäßig informiert der Rundbrief von IPON über die Projektaktivitäten zum Schutz von Menschenrechtsverteidiger_innen.  Gerade ist der November-Newsletter erschienen.

Aus dem Inhalt:

Das Projekt in den Philippinen
PADATA
Samal Island
SENTRO/APL
Sicherheitslage Mindanao
Bondoc
Hacienda Matias
Hacienda de Los Reyes
TFM
Partido Mangaggawa (PM)
Zara Alvarez
Kriminalisierungsprojekt in Manila
Temogen „Cocoy“ Tulawie
Sachspenden

 

Aboniere unseren Newsletter, der Dich über die aktuellen Entwicklungen im Projekt, aus den Konfliktregionen der Philippinen in Luzon, Mindanao und Negros, als auch zur Lage der begleiteten Menschenrechtsverteidiger_innen informiert. Du bekommst Infos, wie Du aktiv für Menschenrechtsverteidiger_innen eintreten kannst und wann unsere Seminare für unseren Freiwilligendienst im Ausland stattfinden.

Philippinische Menschenrechtsverteidiger*innen treffen staatliche Autoritäten in Manila

Vom 12. – 16. Oktober fanden im Rahmen einer von IPON und seinen Partnern durchgeführten Delegationsreise Treffen mit politischen Akteuren in Manila statt.

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Im Departement of Justice forderten wir dazu auf, wirksame Maßnahmen gegen die legalen Schikanierungen von Menschenrechtsverteidiger/innen zu ergreifen.

Die Delegationsreise war Teil eines Projektes zum Thema „Kriminalisierung von Menschenrechtsverteidiger*innen“. Ziel war es, Bewusstsein für die steigende Anzahl der Fälle und die Situation betroffener Menschenrechtsverteidiger*innen (MRV) zu schaffen. Außerdem sollte Druck auf die Philippinische Regierung aus geübt werden, aktiv gegen das Kriminalisieren von MRV vorzugehen. Mit Berufung auf das Völkerrecht,   forderte IPON in einem Joint Statement dazu auf, Menschenrechte zu schützen, zu respektieren und umzusetzen. Das Statement wurde von mehreren internationalen Organisationen, wie Frontline Defenders und dem Aktionsbündnis Menschenrechts Philippinen, sowie einer Reihe deutscher Politiker*innen unterstützt.

A shift from violence to jail“

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In der Deutschen Botschaft diskutierten wir mit Michael Hasper über die aktuelle Menschenrechtssituation in Negros und Mindanao und die vor der Tür stehenden Präsidentschaftswahlen.

Auch wenn die Zahl außergerichtlicher Tötungen abgenommen hat, die Zahlen kriminalisierter MRV nehmen indes zu. Dies wird auch als Strategiewechsel von „violence to jail“ (von Gewalt zu Gefängnis) bezeichnet. „Kriminalisierung“ bezeichnet eine Strategie, die darauf abzielt, die Arbeit von MRV zu behindern, indem legale Aktivitäten zu kriminellen gemacht und MRV unschuldig inhaftiert werden. Oft wird den Beschuldigten erst mitgeteilt, warum sie verhaftet wurden, wenn sie sich bereits im Gefängnis befinden. Es kommt auch vor, dass mehrere Personen für ein und dieselbe Straftat verhaftet werden.

Begleitete Fälle nur die Spitze des Eisbergs

Teilnehmerinnen der Delegationsreise waren Zara Alvarez, unsere Partnerin aus Negros Island und Clarizza Singson, eine der Vorsitzenden von Karapatan, der größten Menschenrechtsorganisation der Philippinen. Zara Alvarez wurde nach langer Haft von über einem Jahr in verschiedenen Gefängnissen, endlich im Sommer 2014 auf Kaution entlassen. Des Raubüberfalls und Mordes beschuldigt, wartet sie nun seitdem auf ihren Prozess. Außerdem konnte Munib Kahal von der Organisation Bawbuk stellvertretend für Cocoy Tulawie an den Treffen teilnehmen. Tulawie wurde nach über drei Jahren im Gefängnis im Juli dieses Jahres freigesprochen und setzt sich nun weiter für Menschenrechte ein.

Treffen mit staatlichen Akteuren

Treffen fanden mit der Commission on Human Rights, dem Supreme Court, dem Department of Justice, den Vereinten Nationen und der Deutschen 20151013_105749Botschaft statt. Weitere Treffen mit den Armed Forces of the Philippines und dem House of Representatives sind noch in Planung und werden voraussichtlich in den nächsten Monaten stattfinden. Enttäuscht waren wir von der fehlenden Bereitschaft der Philippine National Police die MRV zu treffen. Ein Zusammenkommen wurde aufgrund fehlender Zeitkapazitäten und eines angeblich anderen Zuständigkeitsbereiches auf deren Seite abgelehnt. Obwohl die Treffen sehr unterschiedlicher Natur waren, war ein roter Faden, wie zum Beispiel die Diskussion über die fehlenden Bemühungen der regionalen Menschenrechtskommissionen, erkennbar. Viele Akteure schienen sich über die Situation der MRV bewusst und vermittelten dennoch das Gefühl, dass ihnen die Hände gebunden seien. Zudem konnten wir Erfolge verzeichnen, wie zum Beispiel das starke Interesse am Fall Zara Alvarez

Viel erwarten wir nicht aber trotzdem haben wir Hoffnung und finden es wichtig, immer wieder auf die Situation von MRV in den Philippinen aufmerksam zu machen und Druck auszuüben. Wenn wir das nächste Mal ins Departement of Justice gehen, können sie wenigstens nicht behaupten, sie hätten noch nie etwas davon gehört“, kommentierte Clarizza Singson die Reise bei der Evaluation.