Friedensaktivist_Innen gesucht!

Begleitung von Menschenrechts-aktivistinnen

Seit November 2006 sind FriedensaktivistInnen von IPON  in verschiedenen Menschenrechtsprojekten in den Philippinen aktiv.

Durch Präsenz, Begleitung, Beobachtung, Informieren und Handeln wollen wir die Verletzungen der Menschenrechte unterbinden. Zum Einstiegsseminar anmelden.

Wann, Wo und Was?
Wir suchen Freiwillige, die ab September 2017 für sechs oder zwölf Monate als Menschenrechtsbeobachter_innen im Ausland aktiv werden wollen.

Das nächste Einstiegsseminar findet Anfang Juli 2017 (30.06.-02.07.17) in voraussichtlich Berlin statt.

In drei weiteren Seminaren werden die Freiwilligen auf ihren Einsatz vorbereitet. Bewerber_innen sollten mindestens 21 Jahre alt sein und sich durch gesellschaftpolitisches Engagement auszeichnen.

Interesse? Weiterführende Infos gibts auf unserer Website.

In einem Fernsehbeitrag des RBB (Oktober 2016) wird ein Teil unseres Projekts „Kriminalisierung philippinischer Menschenrechtsverteidiger*innen entgegenwirken“ erlebnisreich dokumentiert. Unserer Einladung folgte der Bundestagsabgeordnete & Mitglied des Menschenrechtsausschuss Martin Patzelt (CDU) und besuchte die von uns begleiteten Menschenrechtsverteidiger_innen: „Wir haben in den vergangenen Jahren die Erfahrung gemacht, dass sich Demokratie nicht exportieren lässt, aber dass unsere Hilfe daran bestehen kann, dass wir den Menschen vor Ort Unterstützung geben, die für Veränderung in ihrem Land kämpfen.“ Schaut selber: Menschenrechtstour – Mit Brandenburger Politiker auf den Philippinen, RBB (Oktober 2016 von Carola Grau)

Einen spannenden O-Ton einer ehemaligen Menschenrechtsbeobachterin über Menschenrechtsbeobachtung gibt es im SWR-Radio Menschenrechtsbeobachtung auf den Philippinen, SWR2 (November 2015 von Muriel Gahl)

Sende bitte Deine Anmeldung mit dem Anmeldebogen an folgende Adresse: aktiv[ettt] ipon-philippines.org.

Wir freuen uns auf Dich!

Besuchsreise Teil II: Observer treffen sich in Davao

Vor Kurzem haben sich die beiden Teams aus Bacolod (Negros) und Malaybalay (Mindanao) zusammen mit IPON-Koordinationsmitglied Ann-Kathrin für ein paar Tage in der Nähe von Davao getroffen. Dabei tauschten sie sich nicht nur über ihre Arbeit in den Regionen mit den verschiedenen Partnerorganisationen aus, sondern sprachen auch verschiedenste Dinge an, die sich auf die Öffentlichkeitsarbeit oder strategische Planung nächster Projektziele zu bezogen.

Die Observer tauschten sich über die Arbeit in ihren Regionen aus und gaben sich Anregungen und Tipps.

Das Team aus Negros stellt fest, dass sich die Strategien der (ehemaligen) Landbesitzer dahingehend verlagert haben, dass sie weniger auf das Instrument der direkten Einschüchterung und Bedrohung zurückgreifen, um die MenschenrechtsverteidigerInnen (HRDs) darin zu hindern, sich für ihr Land gemäß des Agrarreformprogramms einzusetzen. Vielmehr versuchen diese, die HRDs auf unterschiedlichste Weise vor Gericht (bspw. wegen unerlaubten Zutritts der Ländereien) anzuklagen und somit zu erreichen, dass die HRDs einen Kompromiss mit den Landbesitzern eingehen, anstatt den langen Weg durch die gerichtlichen Instanzen zu nehmen. Denn vielen HRDs fehlen das rechtliche Wissen, sowie ausreichend finanzielle Ressourcen, um die Auseinandersetzung vor Gericht erfolgreich bis zum Ende zu führen. Problematisch ist dabei zudem, dass es in einigen Fällen möglich war bzw. ist, Anklage bei den Regional Trial Courts (RTC) gegen die HRDs zu erheben, obwohl alle Fälle, die sich auf Streitigkeiten im Agrarkontext beziehen, eigentlich bei dem dafür vorgesehen Gericht „DARAB“ (Department of Agrarian Reform Adjucation Board) behandelt werden müssen und der RTC keine Befugnis hat, in Agrarfällen aktiv zu werden.

Es ist erfreulich, dass sich die Situation der HRDs von IPONs Mandatsorganisation PADATA (Panalsalan-Dagumbaan-Tribal-Association) seit Unterzeichnung des „Memorandum of Agreements“ in November 2012 deutlich verbessert hat. Heute können die HRDs und ihre Familien friedlich in ihrer Siedlung leben, ohne Schikanen und Angriffe seitens des Ranchers Ernesto Villalon und seiner Angestellten zu fürchten. IPON hat die Arbeit mit PADATA im Jahr 2011 begonnen, nachdem der Landkonflikt zwischen den Indigenen und Villalon mit der Ermordung an Welcie Gica seinen Höhepunkt erreicht hatte. Mehr zu den Hintergründen des Mandats und den Geschehnissen auf der Villalon-Ranch können unter www.iponmindanao.wordpress.com gefunden werden.

Spaßiges Zusammenkommen

Am Strand lässt es sich gut Leben & Arbeiten

Das im Oktober von IPON organisierte Forum zum Thema Red-Baiting, bei dem die Observer auch dabei sein werden, kam auch zur Sprache. Unter Red-Baiting versteht IPON das Vorgehen, bei dem regierungskritische Individuen oder Organisationen öffentlich und herabsetzend als kommunistische Terroristen oder Staatsfeinde klassifiziert werden. Zum dritten Jahr in Folge ermöglicht IPON eine Diskussionsplattform für die unterschiedlichen philippinischen staatlichen und nicht-staatlichen Akteure, um sich über das Thema auszutauschen und Wissen zu bündeln. Das diesjährige Forum findet unter dem Leitsatz „Red-Baiting – Nationale Diskurse stärken – Internationale Perspektiven schärfen“ statt. Es werden über 40 staatliche und nicht-staatliche philippinische sowie internationale Akteure sowie von Red-Baiting betroffenen MenschenrechtsverteiderInnen und ihre Angehörigen teilnehmen.

Natürlich durfte neben dem inhaltlichen Austausch und den fruchtbaren Diskussionen der Spaß beim Zusammentreffen auch nicht zu kurz kommen. Beim gemeinsamen Barbeque am Strand oder einer Bootstour im die Insel konnten alle IPON-Aktive ihre Seele baumeln lassen und Kraft tanken für alte und neue Aufgaben.

Menschenrechtler aus Kolumbien in Lebensgefahr

Nicht nur in den Philippinen sind Verteidiger der Menschenrechte in Gefahr, mach mit bei der urgent action von Amnesty International.

„Das Haus des indigenen Menschenrechtsverteidigers Pedro Manuel Loperena im Nordosten Kolumbiens wurde am 11. Mai von einer Granate getroffen. Am 11. Mai warfen zwei unbekannte Motorradfahrer eine Granate auf das Haus von Pedro Manuel Loperena im Bezirk Don Carmelo in Valledupar, der Hauptstadt des Departamento Cesar.“ schreibt Amnesty International. Auch wir sind besorgt, unterschreibe die Eilaktion, informiere Dich und werde aktiv für den Schutz von Menschenrechtsverteidigern.