Kurs GerechtigkeitsVisionärIn startet

Seminarteilnehmer erarbeiten Strategie

Möchtest Du GerechtigkeitsVisionärIn werden? Der Kurs GerechtigkeitsVisionärInnen von IPON ist ein anspruchsvolles Weiterbildungsprogramm für junge Menschen, die sich für Verteidiger_innen der Menschenrechte hier oder im Ausland (z.B. Friedensdienst, lokale Menschenrechtsgruppen) Continue reading

IPON fordert vom Menschenrechtskomitee Aquinos aktives Handeln gegen Rechtsfreie Räume

IPON-Statement Präsidentenbüro

Die im April 2012 – im Zuge der Delegationsreise philippinischer Menschenrechtsverteidiger_innen nach Deutschland – gestartete Briefaktion an das Büro des philippinischen Präsidenten ist nun beendet. Die Kampagne gegen Rechtsfreie Räume ist nun einen Schritt weiter: 500 individuelle Briefe fordern die philippinische Regierung auf, ihrer Pflicht nachzukommen die Menschenrechtssituation zu verbessern. Diesen Forderungen soll mit einem Statement an das Präsidentenbüro nachdruckt verliehen werden.

 

Die Briefaktion ist Teil des Schwerpunktthema IPONs – der sogenannten Rechtsfreien Räume . Der Begriff steht für Gebiete, in denen lokale Machthaber mit Waffengewalt regieren und das Rechtssystem anscheinend nicht durchgreifen kann, eine Situation der Straflosigkeit, in welcher Straftäter nicht zur Rechenschaft gezogen werden. Siehe hierzu den IPON-Bericht Kingdoms of the lawless.

Brief an Staatssekretär für Menschenrechte

So auch im Falle der Villalon Ranch in Maramag/Bukidnon in Mindanao, speziell bei der von IPON begleiten Gruppe von Indigenen Menschenrechtsverteidiger_innen der Panalsalan Dagumbaan Tribal Association (PADATA). Die Gruppe setzt sich für die Anerkennung ihrer Ahnenländer und Traditionen im Rahmen des Indigenous Peoples Rights Act ein.

Ziel der Briefaktion ist es, die internationale Öffentlichkeit über die Menschenrechtsverletzungen zu informieren. Durch deren Unterschrift bringen sie ihren Protest zum Ausdruck und fordern den im Präsidentenbüro für Menschenrechtsverletzungen zuständigen Staatssekretär Catura dazu auf, endlich entsprechend zu reagieren und der Straf- und Rechtslosigkeit ein Ende zu setzen.

Zum internationalen Tag der Menschenrechte, am 10. Dezember 2012 ist die Briefaktion nun offiziell beendet. Genau an diesem Tag hat IPON das Mandat mit der Partnerorganisation PADATA ein erstes Mal verlängert.

Umstrittenes Ahnenland der Indigenen

Ein weiteres Jahr wird IPON die Menschenrechtsverteidiger _innen bei Polizeibesuchen und Gerichtsverhandlungen begleiten, über ihre friedlichen Protestmärsche und –camps in Form von Blog-Beiträgen, Artikeln und Videobeiträgen sowie offiziellen Reports berichten.

Bislang wurde keiner der Menschenrechtsverletzungen die an den Mitgliedern von PADATA begangen wurden angemessen begegnet. Noch immer bietet die Villalon Ranch den Straftätern Schutz, da die Untersuchungen der Polizei nur schleppend vorangehen. Die Ranch genießt den fragwürdigen Ruf eines ‚Kingdom of the Lawless‘, dem Königreich der Gesetzlosen, da die Polizei die Länderei nicht betritt.

Um dieser gesetzlosen Atmosphäre etwas entgegenzusetzen sind nun 500 Briefe auf dem Weg aus Deutschland und dem europäischen Ausland in die Philippinen, in welchen Staatssekretär Catura aufgerufen wird, bezüglich der rechtsfreien Räume aktiv zu werden.

Denn diese bedeuten eine permanente Menschenrechtsverletzung für Menschenrechtler_innen. Erzwungenes Verschwindenlassen, Kriminalisierung , Folter, Brandstiftungen und politische Morde sind Menschenrechte oder haben solche zur Folge, zu dessen Verhinderung die staatlichen Institutionen verpflichtet sind.

IPON wird Sie/Euch über die Entwicklungen auf dem Laufenden halten. Informationen aus erster Hand können direkt bei den Beobachtern in der Region (observer.mindanao[et]ipon-philippines.org) erfragt werden.

Fotoausstellung in Berlin: Gefährlicher Einsatz von Menschenrechtsverteidigern

Landtitel

Menschenrechtler erstreiten Landtitel

Vernissage: 07 DEZ 19 Uhr

Die Menschenrechtssituation in den Philippinen ist erschreckend und gibt Anlass zum Handeln. Politische Morde, Personen verschwinden spurlos -Menschenrechtsverletzungen sind in den Philippinen an der Tagesordnung.

Dennoch gibt es lokale Gruppierungen und Organisationen, die sich für ihre Rechte einsetzen– Menschenrechtsverteidiger. Der gewaltfreie Kampf dieser und die Widerstände, denen sie sich gegenübersehen, sollen mit der deutschlandweiten Wanderausstellung publik gemacht werden.

 

Termine

07. Dezember (Freitag) um 19 Uhr: Vernissage der Fotoausstellung

08. Dezember (Samstag) ab 19 Uhr: Film „bodenbesitzen.“ mit Diskussion

12. Dezember (Mittwoch) ab 19 Uhr: Finissage mit Fragen an die Organisatorinnen

 

Ort

Helmut Kohl Bar, Emser Straße 122/123 (S/U Hermannstraße – Wegbeschreibung)

 

Die Vernissage der Fotoausstellung findet am 07. Dezember um 19 Uhr in der Helmut Kohl Bar mit kurzen Redebeiträgen von IPON Mitgliedern und internationalen Menschenrechtsbeobachtern statt.

Am Samstag den 08. Dezember wird ab 19 Uhr der Film „Bodenbesitzen“ von den IPON-Initiatoren Janina Dannenberg und Johannes Richter gezeigt.

Eine Finissage mit der Möglichkeit Fragen direkt an die Organisatorinnen und ehemaligen Menschenrechtsbeobachterinnen Magdalena Polakowski und Corinna Sinzig zu stellen, findet am Mittwoch den 12.12 ab 19 Uhr statt.

Nach der Vernissage wird die Ausstellung bis zum 12. Dezember täglich (außer Montags) ab 19 Uhr in der Helmut Kohl Bar zu sehen sein.

Wir freuen uns auf zahlreiche Gäste und einen interessanten Abend!

 

Mit Bildern von

Magdalena Polakowski – Menschenrechtsbeobachterin IPON

Corinna Sinzig – Menschenrechtsbeobachterin IPON

Jimmy A. Domingo – TFM Negros Fotograf

Bobby Lagsa- Fotograf Mindanao

 

Download des Flyers: Fotoausstellung

 

Seit 2006 begleitet IPON als Nichtregierungsorganisation auf Anfrage Organisationen von Menschenrechtsverteidiger_innen im Ausland, um den Prozeß des Friedens im Land zu stärken. Aktuell ist IPON auf den Inseln Negros und Mindanao in den Philippinen präsent.

 

Eine Veranstaltung von IPON: Mehr Informationen findest du unter: www.ipon-philippines.org