Vortrag mit Film – 7.Nov Grabow: Menschenrechtsaktivisten in Philippinen

Gestohlene Kokosnuss im Rechtsfreien Raum

Jacky begleitet Menschenrechts-verteidiger_innen

Morde, physische wie psychische Bedrohungen und Kriminalisierung auf den Philippinen sind Begriffe, die im Zusammenhang mit der Umsetzung der staatlichen Agrarreform stetig ihre schwerwiegende Bedeutung erneuern. Sie stehen im Kontext sensibler Machtverhältnisse autoritärer Landbesitzer, rechtmäßigen Eigentümern und zurückhaltender staatlicher Einflussnahme.

Kleinbauern setzen sich im Kampf um ihr Land Menschenrechtsverletzungen aus. Der Staat nimmt seine Schutzplicht für diese Menschenrechtsverteider nur eingeschränkt war. Das „Hacienda-Law“, das Recht der traditionellen Großgrundbesitzenden, tritt anstelle einer legitimierten Gerichtsbarkeit.

In ungeklärten Besitzverhältnisse hat die Frage „Wer hat die Kokosnuss geklaut“ von erheblicher politischer und sozioökonomischer Tragweite, denn ihre Antwort wird in rechtsfreien Räumen verhandelt.

Wie ist diese Situation entstanden, welche Umstände bestimmen Stagnation und Veränderung?

 

 Einladung zu Vortrag mit Filmbeitrag und Diskussion

Termin

7.November, 19 Uhr, Gemeindehaus St.Georg, Grabow (bei Ludwigslust)

Referent_innen

Lukas Bauer: Politikwissenschaftler, war für ein halbes Jahr als Menschenrechtsbeobachter in den Philippinen und kennt die Akteure aus dem Film persönlich. Er wird im Anschluss an den Film Fragen beantworten und über den Schutz von Menschenrechtsverteidiger_innen in den Philippinen berichten.

 

IPON, das International Peace Observers Network, berichtet in einer Vortragsreihe die Arbeit von Menschenrechtsbeobachtern in Konfliktgebieten auf den Philippinen.

Seit 2006 begleitet IPON als Nichtregierungsorganisation auf Anfrage Organisationen von Menschenrechtsverteidigern auf den Philippinen. Aktuell ist IPON auf den Inseln Negros und Mindanao präsent.

 

Mehr Informationen über Struktur, Prinzipien und Beteiligungsmöglichkeiten im Vortrag und auf www.ipon-philippines.org.

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