Red-Baiting Konferenz 2011 – Die Redebeiträge als Audiofiles!

Podium der Red-Baiting Konferenz 2011

In den Philippinen geraten im Rahmen der Aufstandsbekämpfung beständig zivilgesellschaftliche Akteure in den Blickpunkt des Staates. Sie werden als Kommunisten dargestellt, dies wird als Red-Baiting bezeichnet. Red-Baiting ist die strategische Brandmarkung von politisch unliebsamen Akteuren als Kommunisten bzw. Anhänger der kommunistischen Guerilla. Die Folgen dieser Brandmarkung sind: Schwächung der gesellschaftlichen Position der Akteure, Verringerung des politischen Engagements von Einzelpersonen, Radikalisierung von Konflikten, Angst vor Denunziation bzw. Misstrauen nach der entsprechenden Brandmarkung innerhalb einer lokalen Gemeinschaft. Heftigste Folgen in den Philippinen sind extralegale Tötungen, das Verschwindenlassen von Personen sowie Verhaftungen und Folter.

Seit 2011 beschäftigt sich IPON in den Philippinen mit diesem Thema. Am 30.09.2011 führten wir eine Red-Baiting Konferenz durch, die  das Thema auf nationaler Ebene erstmals konkret als eines der ursächlichen Probleme der besorgniserregenden Menschenrechtssituation der Philippinen behandelte.

Die Konferenz eröffnete Kanäle die Dynamiken und Auswirkungen des Konflikts lösungsorientiert zu diskutieren und erlaubte zivilgesellschaftlichen Kräften am politischen Prozess ohne Repressionen teilzunehmen. Es wurden mögliche Schritte zur Verbesserung der Situation von den Schlüsselakteuren diskutiert und erste konkrete Vorschläge unterbreitet. Diese Vorschläge nun in Handlungsänderungen umzuwandeln liegt in der Verantwortung der Schlüsselakteuren – besonders in der der ausführenden Gewaltakteure.

Die Redbeiträge der staatlichen Akteure, der Zivilgesellschaft und der ExpertInnen sind nun auf  http://www.ipon-philippines.org/66.html  als Audiofiles zu hören!

 

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