Red-Baiting soll verboten werden

Paradoxon zwischen Verfassungsanspruch und Realität

Aufstandsbekämpfung

Die häufig praktizierte Praxis der Stigmatisierung als Kommunisten (Red-Baiting) von zivilgesellschaftlichen Gruppen durch Autoritäten der Philippinen ist ein bedeutendes Problem im Land, dem sich IPON mit einem Projekt widmet. Natürlich ist diese Form der Stigmatisierung verfassungswidrig, doch dies störte in der Vergangenheit wenig Militär und Polizei unliebsame Gruppe als Front der kommunistischen Guerilla zu bezeichnen und damit quasi Vogelfrei einzustufen, was häufig zu Entführungen und Todesfolgen führte.

 

Nun hat die Partei Bayan Muna einen Gesetzesvorschlag in den Kongress eingebracht, um die Praxis des Red-Baitings zu verhindern. Dieser Vorschlag bringt wichtige Impulse, damit sich Gesellschaft und insbesondere staatliche Institutionen mit der Problematik Red-Baiting auseinandersetzen, sich der Problematik annehmen und ihr Handeln ändern. Es ist der erstmalige Versuch, dieser Problematik diesen Stellenwert einzuräumen und im Kongress zu erörtern. Dieser Vorstoß eines Red-Baiting Verbots wird sicherlich nicht die Problematik um Red-Baiting lösen, wie auch, wenn die Gesellschaft eine Gruppe oder Einzelperson als „Front“ und damit als Vogelfrei einstuft, nur weil man diese mit den Konterfei der Führungsspitze der Guerilla auf einem WANTED-Poster zu unrecht abbildet.

 

Das Projekt gegen Red-Baiting von IPON und Hintergrundinfos, mehr: http://verteidiger-verteidigen.de/brandmarkung-als-kommunisten/

Konfernz über Red-Baiting, die Redebeiträge: http://verteidiger-verteidigen.de/Red-Baiting-konferenz-2011-die-redebeitrage-als-audiofiles/

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